04.09.2014 | Bildende Kunst |

Kaiserring 2014: Humorvoll, grotesk, ausdrucksstark


© Mönchehaus Museum Goslar

Die Stadt Goslar und der „Verein zur Förderung moderner Kunst Goslar e. V.“ verleihen jährlich den Goslaer Kaiserring an zeitgenössische bildende Künstler. Die Auszeichnung ist undotiert, besitzt aber Renommee, da bereits eine Reihe namhafter Künstler zu den Preisträgern zählen und die ehrenamtliche Jury aus Museumsfachleuten besteht. Der Kaiserring ist ein goldgefasster Aquamarin mit dem von unten eingravierten Bildnis Kaiser Heinrichs IV. Seit 1984 wird außerdem jährlich ein Kaiserringstipendium an junge Künstler vergeben.

Wiebke Siem ist die neue Trägerin des Kaiserrings. Die Kraft ihrer Arbeiten liegt darin, dass sie unterschiedliche Sprachen mischt: das Vertraute und das Unvertraute, das Bekannte und das Unbekannte. Die Werke beschwören Assoziationen an Bühnenbilder ebenso wie an eine untergegangene Zeit.  Das narrative Element ist in den letzten Jahren stärker in den Vordergrund getreten. Ihm eigen ist ein latenter Gewaltcharakter, der durch die Mittel der Groteske und Humoreske eine zusätzliche Spannung erhält.

Eine Auswahl ihrer Werke ist vom 11.10.2104 bis zum 18.01.2015 im Goslaer Mönchehaus-Museum zu sehen.


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